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„Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ - Ein Erfahrungsbericht unserer Schülerinnen von den erzbischöflichen Musiktagen

Jährlich treffen sich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch ehemaligen Schüler aus allen erzbischöflichen Schulen unseres Bistums von Aschermittwoch bis zum ersten Fastensonntag, um in Altenberg gemeinsam, unterteilt in Chor und Orchester, eine Messe unter der Leitung von Joachim Geibel einzustudieren.
Die erzbischöflichen Musiktage 2025
Datum:
30. März 2025
Von:
Melissa Mogk/Seraphina Mogk/Klara Letzel

Eine große Kirche ragte über uns empor. Das größte Westfenster nördlich der Alpen. Alte Gemäuer umgaben uns. Wohin müssen wir, was hatten wir uns da eingebrockt?


In der Ferne Ukulelen-Klänge. Ein freundliches Winken empfing uns. Wir wussten nun: Hier waren wir richtig!
Nicht nur wir waren hier richtig, sondern auch 130 weitere Jugendliche und junge Erwachsene, die hier für die erzbischöflichen Musiktage zusammenkamen. Geprobt wurde die Pastoralmesse in F-Dur von Anton Diabelli. Über die Zeit wuchs einem die Messe immer mehr ans Herz. Bald tönte sie auch nachts nach den langen Chorproben durch die Gänge des Hauses Altenberges. Selbstverständlich nicht nach der Nachtruhe. Die Liedtexte waren, bis auf das Kyrie, alle auf Latein. Da sagt nochmal jemand Latein sei eine tote Sprache! Besonders gut gefiel uns dabei das CRRredo … wie unser Chorleiter Joachim Geibel unermüdlich versuchte uns beizubringen. Ebenso haben wir den Gospel „Take me to the water“ einstudiert. Chor und Orchester sangen es zusammen. Hauptverantwortlicher war unser Dirigent Joachim Geibel, der mit viel Engagement seine Begeisterung für die Messe mit uns geteilt hat. An dieser Stelle wollen wir ihm und den weiteren Mitwirkenden einmal Danke sagen. 

Doch wie sah nun eigentlich unser Tagesablauf aus?


In den Tag starteten wir mit einer Morgenandacht, die von Teilnehmenden vorbereitet war, welche von den Lehrkräften tatkräftig unterstützt wurden. Gestärkt von einem Frühstück ging es zu der ersten 3-stündigen Chor-/Orchesterprobe des Tages. Anschließend folgte die Mittagspause, in der wir mit anderen Jugendlichen das schöne Wetter genießen konnten. Danach folgte - wer hätte es gedacht - eine weitere Orchester-/Chorprobe. Um  Vielfalt in den Tag zu bringen, wurden abends verschiedenste Workshops wie Band, Volkstänze; Kunst und Kanon angeboten. Am letzten Abend, genannt der bunte Abend, wurden die Ergebnisse der Workshops, die Früchte unserer Arbeit, aufgeführt. Besonders in Erinnerung blieb uns der Auftritt eines ehemaligen Teilnehmers, der mittlerweile studierter Sänger und Musiker ist.
Beendet wurde der Tag jeweils mit einer Abendandacht, die des Öfteren auch im Dom selbst stattfand. Für die Wenigsten ging es danach direkt ins Bett. Häufig haben wir uns danach noch in Kleingruppen getroffen, um Spiele zu spielen oder weiter zu musizieren. 
Der krönende Abschluss waren die beiden Hochämter. Eines im Altenberger Dom und das andere sogar im Kölner Dom, welche wir mit der Messe musikalisch gestalteten. Nachts im Dom - klingt wie ein schlechter Film - war für uns aber Wirklichkeit. Schließlich mussten wir vorher noch einmal proben. Ohne Vorbereitung geht gar nichts, vor allem nicht mit einem stark dezimierten Chor und einer Woche Pause dazwischen.
Die erzbischöflichen Musiktage waren eine tolle Erfahrung, sowohl musikalisch, als auch menschlich, nur leider waren sie viel zu schnell vorbei. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr hoffentlich wieder dabei zu sein!